Sicherheitshinweise im Zusammenhang mit Avastin und Kiefernekrosen
20.12.2010Düsseldorf - Bei Krebspatienten sind unter Behandlung von Avastin Fälle von Kiefernekrosen berichtet worden. Die Mehrzahl dieser Patienten wurde vorher oder gleichzeitig intravenös mit Bisphosphonaten behandelt. Deshalb hat die Firma Roche Pharma AG in Abstimmung mit der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA und dem Paul-Ehrlich-Institut wichtige neue Sicherheitsinformationen zur Anwendung von Avastin (Bevacizumab) herausgegeben. Darin heißt es u.a.: "Es ist möglich, dass die Behandlung von Avastin einen zusätzlichen Risikofaktor für die Entwicklung von Kiefernekrosen darstellt. Dies sollte insbesondere bei einer gleichzeitigen oder aufeinander folgenden Anwendung von Avastin mit Bisphosphonaten berücksichtigt werden. Vor einer Behandlung mit Avastin sollten deshalb eine zahnärztliche Untersuchung und geeignete zahnmedizinische Vorsorgemaßnahmen erwogen werden. Bei Patienten, die intravenös Bisphosphonate erhalten oder erhalten haben, sollten invasive zahnärztliche Eingriffe nach Möglichkeit vermieden werden."
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