Prof. Piekarczyk verstorben

08.10.2009

Nachruf Prof. Dr. hab. Janusz Piekarczyk

Wir sind betroffen von der Nachricht, dass Prof. Janusz Piekarczyk verstorben ist. Nach schwerer Krankheit ist er nun doch überraschend schnell  am 17.09.2009 im Alter von nur 63 Jahren verstorben.

Prof Janusz Piekarczyk hat die Bedeutung und die Notwendigkeit  der Zusammenarbeit auch der wissenschaftlichen Gesellschaften im vereinten Europa schon früh erkannt und war von polnischer Seite  der bedeutendste Architekt der Zusammenarbeit zwischen Polen und Deutschland im Bereich der Zahnheilkunde und Mund-, Kiefer und Gesichtschirurgie. Unter tatkräftiger vermittelnder Hilfe seines langjährigen Freundes Herrn Marian Rogowski hat Prof. Piekarczyk nach ersten Sondierungsgesprächen am 16.11. 2000 schon am 20.4.2001 den Kooperationsvertrag der polnischen wissenschaftlichen Gesellschaft (PTS)  mit der DGZMK  abgeschlossen und durch kontinuierliche Kontakte hier in Deutschland und durch Einladungen nach Polen zu Kongressen und Tagungen auch über seine Präsidentschaft hinaus nachhaltig  gepflegt und unterstützt.  Sowohl in Deutschland als auch in Polen wurden unter seiner Leitung mehrere deutsch-polnische Symposien durchgeführt, an denen viel e deutsche und polnische Wissenschaftler teilgenommen haben.

Durch seine offene Art  konnten  über die formale Kooperation hinaus menschlich-freundschaftliche Kontakte entstehen, wozu er auch viele polnische Kollegen immer wieder eingebunden hat.  Für die Einleitung und kontinuierliche Unterstützung dieser  Kooperation hat die DGZMK ihm vor einigen Monaten  die Ehrenmedaille der DGZMK verliehen. Die Nachricht über dieser Ehrung hat Prof. Piekarczyk  sehr gefreut, obwohl die Ehrenmedaille bedingt durch seine schwere Erkrankung  und seinen Tod leider nur posthum seiner Ehefrau Dr. Barbara Piekarczyk, Direktorin der kieferorthopädischen Abteilung der Warschauer Medizinischen Universität  stellvertretend übergeben  werden konnte.

Prof. Piekarczyk war seit 1990 Ordinarius für Mund-Kiefer- Gesichtschirurgie an der medizinischen Akademie der Universität Warschau, deren Rektor er auch war. Während seiner Präsidentschaft der polnischen stomatologischen Gesellschaft (PTS) von 1993 bis  2002 wurde die Kooperationsvereinbarung mit der DGZMK erarbeitet und unterschrieben sowie  durch sein Engagement mit vielfältigen realen Begegnungen in Polen und Deutschland  mit Leben erfüllt.

Mit Prof. Piekarczyk haben die DGZMK und wir alle, die ihn in seiner beruflich dynamischen  und menschlich liebenswerten Art kannten, einen verlässlichen und wohlwollend großzügigen Freund und Partner  verloren.

Mainz, den 3.10.2009

Prof Dr Dr  Wilfried Wagner