DGZMK war auf der IDS am Gemeinschaftsstand vertreten

29.03.2011

Mit neuen Rekorden hat die IDS in Köln in diesem Jahr wieder ihren Ruf als Nabel der dentalen Welt und Anziehungspunkt für Zahnärzte, Zahntechniker, Industrie und Handel unterstrichen. Auch die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) war wieder vor Ort vertreten, der gemeinsame Stand mit Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und Kassenzahnärztlicher Bundesvereinigung (KZBV) wurde auch in diesem Jahr von vielen Zahnärzten als Anlaufpunkt und Meetingpoint genutzt. Darüber hinaus gaben verschiedene zahnärztliche Organisationen an ihren eigenen Desks am Stand Informationen weiter.

Zur Eröffnung des Standes hatte BZÄK-Präsident Dr. Peter Engel "verlässliche Rahmenbedingungen" gefordert, die es dem Berufsstand ermöglichten, zukunftsgerichtete Investitionen zu tätigen und sich als Freiberufler für eine schwierige Zukunft zu wappnen. Trotz der "dramatischen Ereignisse an mehreren Stellen in der Welt" sah VDDI-Verbandspräsident Dr. Michael Rickert in der IDS eine gute Gelegenheit, "um Branche und Zahngesundheit nach vorn zu bringen".

DGZMK-Präsident Prof. Dr. Dr. Henning Schliephake stellte sich am Stand in einem öffentlichen Interview den drei Fragen von zm-Chefredakteur Egbert Maibach-Nagel. Zum Thema der Auswirkungen der Rotstift-Politik auf Forschung, Lehre und Versorgung erklärte Schliephake, dass die Arbeit hierdurch natürlich nicht leichter werde, aber dass sich vor allem in schlechten Jahren zeige, ob die geleistete Arbeit gut und wirkungsvoll sei. In der gegenwärtigen Situation läge also auch eine Herausforderung, trotzdem etwas positiv zu bewirken. Im Bereich der Versorgung werde die DGZMK die Berufspolitik mit wissenschaftlichen Argumenten unterstützen, um trotz der Rotstiftpolitik berechtigte Forderungen zu begründen.

Schliephake widersprach dem Vorwurf, die Wissenschaft kümmere sich mit der Gründung des Arbeitskreises Ethik derzeit um die falschen Dinge. "Die Arbeit des Arbeitskreises besteht auch darin, die Diskussion darüber anzuführen, wie vorhandene Ressourcen gerecht verteilt werden können", so Schliephake. Gerade in Zeiten der Verknappung von Mitteln, die dem Gesundheitssystem zufließen, sei diese Arbeit wichtig und notwendig.

In Sachen Bildungspolitik verwies der DGZMK-Präsident darauf, dass die neue AppOZ wohl erst ab dem Jahr 2015 komme, die in den nächsten Jahren höheren Studentenzahlen aber dafür sorgen werden, dass Lehre und Forschung an den Universitätsstandorten schwieriger werden. In der Lehre werden in Zukunft die Bedeutung von E-Learning und Selbststudium weiter wachsen. In der Forschung setze die DGZMK sich mit ihrer Forschungsförderung dafür ein, dass junge wissenschaftliche AssistentInnen in die Lage versetzt werden, größere Drittmittelförderungen zu beantragen. In Sachen AppOZ werde man die VHZMK nach Kräften unterstützen.

In eigenen Sprechstunde am Stand informierte die DGZMK während der IDS u.a. zu den Themen Mundschleimhauterkrankungen / Röntgenbefunde sowie Periimplantitis. Daran waren u.a. DGZMK-Vizepräsident Dr. Wolfgang Bengel sowie der APW-Vorsitzende Dr. Norbert Grosse und Prof. Dr. Frank Schwarz von der Uni Düsseldorf beteiligt.