DENTSPLY-Förderpreis: Erstmals reisen zwei Nachwuchsforscher zur ADA nach Las Vegas

02.12.2010
Die Gewinner des DENTSPLY-Förderpreises 2010 v.l.n.r.: Stephan Hollstein (Bochum), Lena Baensch (Freiburg), Peter Jesch (Geschäftsführer DENTSPLY DeTrey)

Festliche Siegerehrung zum Ende des Deutschen Zahnärztetags in Frankfurt

Auf einige junge Zahnmediziner wartet der spannendste Moment eines Deutschen Zahnärztetages ganz am Ende, am Samstagabend. Hier findet inzwischen traditionell die Vergabe des von Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und Deutscher Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) mit getragenen DENTSPLY-Förderpreises statt. "Wir sind wirklich stolz auf die exzellenten Verbindungen, die wir hier in Deutschland mit den Fachorganisationen – im Speziellen mit der DGZMK und der Bundeszahnärztekammer – über die Jahre haben aufbauen können", erklärte Claus-Peter Jesch, Geschäftsführer DENTSPLY DETREY, Konstanz, zur Begrüßung bei der diesjährigen Preisverleihung, die in stimmungsvollem Ambiente in der Frankfurter Zentrale der DZ-Bank ausgerichtet wurde. "Wir sind überzeugt davon, dass der DENTSPLY-Förderpreis ein wirklicher Sieger ist. Und die eigentlichen Sieger sind sehr intelligente und sehr kreative junge Damen und Herren, die wir heute Abend bei uns haben."
Erstmals in 24 Jahren dieser Preisvergabe in Deutschland (international feiert der DENTSPLY-Förderpreis bereits seine 50. Auflage) wurden in diesem Jahr aus 19 Einreichungen zwei Sieger gekürt, die sich auf einen Besuch der nächsten Tagung der American Dental Association in Las Vegas freuen und ihren Wissenshorizont auf internationaler Basis erweitern können. Die Sieger erhalten zusätzlich jeweils ein Preisgeld in Höhe von 1500 Euro. Die Sieger dieses Jahres heißen Stephan Hollstein von der Uni Bochum (Tutor: PD Dr. Dr. Peter Maurer) sowie Lena Baensch von der Uni Freiburg (Tutor: Prof. Dr. Dr. Ralf Schön). Hollstein überzeugte die Jury unter Vorsitz des DGZMK-Past-Präsidenten Prof. Dr. Heiner Weber mit der Arbeit "Histol., molekularbiol. & Micro-CT-Analyse der Knochenheilung bei ultraschallgestützter vs. konventioneller Osteotomie an Kaninchen". Lena Baensch gewann mit der Arbeit "Funktionelle Nachbehandlung nach Kiefergelenkfortsatzfrakturen mit Hilfe eines Federaktivators - Eine retrospektive Studie -".
DENTSPLY-Geschäftsführer Jesch hatte in seinem Grußwort auf die Vorzüge des Standortes Deutschland als einen Industriestandort von höchster, auch gesellschaftlicher Qualität und großer Innovationskraft hingewiesen, die viele Deutsche selbst gar nicht wahr haben wollten. Das Ausland sehe die Stärken Deutschlands wesentlich klarer. "Wir sind auf jeden Fall viel besser als wir denken und viel besser als viele unter uns dies vermuten", sagte Jesch.
"Dies gilt selbstverständlich auch für unsere Profession Dental, und die wird getrieben durch die exzellente Forschung. Voller Stolz können wir auf die Errungenschaften innerhalb der Zahnmedizin zurückzublicken. 12-jährige haben heute im Durchschnitt nur 0,7 kariöse, gefüllte oder wegen Karies fehlende Zähne – dieser Wert lag 1997 noch bei 1,7 und Deutschland hat damit eine Spitzenposition innerhalb der Mundgesundheit von Kindern erreicht. Oder auch beim Zahnersatz, wo inzwischen hoch-ästhetische Versorgungen von Lücken ohne Opferung von gesunder Zahnhartsubstanz möglich sind." Er appellierte an die Teilnehmer des Wettbewerbs "in der Zukunft die Weiterentwicklung unserer Profession und deren Spitzenplatz zu erhalten."

Der scheidende DGZMK-Präsident Prof. Dr. Thomas Hoffmann schwor die Teilnehmer des Wettbewerbs ebenfalls auf die Zukunft ein: "Sie werden erleben, wie die zahnmedizinischen Fächer sich vermischen und verschmelzen hin zum oralen Mediziner. Auch damit wird der Weg Richtung Medizin weiter beschritten." Den DENTSPLY-Förderpreis nannte Hoffmann als ideales Beispiel, um die Industrie als Partner der Wissenschaft zu begreifen, in dem die deutsche Zahnmedizin gefördert werde, ohne dass ethische Grenzen verletzt werden. 

BZÄK-Präsident Dr. Peter Engel lobte die Motivation der Teilnehmer "für neue Schritte, die über das Altbekannte hinaus gehen. Der ein oder andere von Ihnen wird vielleicht auch in Zukunft lieber wissenschaftlich Forschen und Wirken, der andere doch eher eine eigene Praxis führen. Und den ein oder anderen könnte es auch in die Industrie oder Publizistik verschlagen, je nach Neigung und weiterer Ausbildung. Ganz gleich, wofür Sie sich entscheiden: Sie haben gezeigt, dass Sie Ihre eigene besondere Motivation wecken können", lobte Engel und ermunterte die Teilnehmer, auch weiterhin Höchstleistungen anzustreben.

 

Zwei druckfähige Motive zur Veröffentlichung im Zusammenhang mit dieser Pressemitteilung finden Sie unter den folgenden Links:

Die Gewinner des DENTSPLY-Förderpreises 2010
(Bildzeile: Die Gewinner des DENTSPLY-Förderpreises 2010 v.l.n.r.: Stephan Hollstein (Bochum), Lena Baensch (Freiburg), Peter Jesch (Geschäftsführer DENTSPLY DeTrey))

Gruppenfoto
(Bildzeile: Gruppenfoto aller 19 Teilnehmer und der Juroren)

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Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
Markus Brakel
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