Positives Feedback auf der Reise in die Zukunft

19.11.2019

Kongress zum Deutschen Zahnärztetag 2019 lockte knapp 3.000 Besucher nach Frankfurt / Exzellente Gast- und Fachvorträge bildeten ideale Kombination

Es gab viel positives Feedback der knapp 3.000 Besucher des wissenschaftlichen Kongresses zum Deutschen Zahnärztetag in Frankfurt/Main auf der gemeinsamen Reise in die dentale Zukunft. Die Auswahl der Vorträge und Themen unter dem spannenden Motto „Meine Praxis - Meine Zukunft - Trends auf dem Prüfstand“ erwies sich als gute Mischung. Nicht nur die programmatischen Highlights - angefangen bei der Keynote des Experten für Künstliche Intelligenz, Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang Wahlster,  der über die KI und deren Rolle in der Medizin referierte, über den gefeierten Impulsvortrag von Prof. Dr. Dr. h.c. Karin Mölling zu Bakteriophagen, den Holobiont Mensch und sein biologisches Gleichgewicht, das Gastredner Prof. Dr. Iain Chapple vorstellte, bis hin zum Live-on-Tape unterstützten Vortrag von Prof. Thomas Attin zur Bisshebung im Erosionsgebiss mit direktem Komposit - stießen alle Angebote auf großes Interesse. Auch die Blicke in die verschiedenen Fachbereiche wie bildgebende Verfahren, digitale Modellwelten oder Keramikimplantate, Neues zur Parodontitistherapie oder zur digitalen Abformung lockten zahlreiche Besucher. 

„Der gewählte Titel spricht für sich, sich für die Zukunft richtig aufzustellen, ist die Basis für Erfolg in unserem Beruf und in den Praxen“, erklärte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK), Prof. Dr. Michael Walter (Technische Universität Dresden) zur Begrüßung. Die DGZMK war gemeinsam mit der Landeszahnärztekammer Hessen (LZKH) und dem Quintessenz Verlag Gastgeber der Tagung. „Wir möchten Kollegen Orientierung bieten.“

Der Präsident der Bundeszahnärztekammer (BZÄK), Dr. Peter Engel, wies darauf hin, dass Politik und Wissenschaft einige Gemeinsamkeiten aufwiesen, u.a. die, dass man für eine Sache leben müsse, um etwas erreichen zu können. Zur aktuellen Trennung von Wissenschaft und Standespolitik, die ihre Vertreter- und Delegiertenversammlung eine Woche danach in Berlin durchführt, sagte er: „Auch wenn die Veranstaltungen räumlich getrennt sind, verbindet uns doch ein gemeinsames Ziel, nämlich die hohe Qualität zu erhalten, den Erfolg zu verstetigen und Herausforderungen anzugehen“. Engel mahnte, bei aller Digitaleuphorie müsse es auch Mahner geben, Patientenschutz und Sicherheit stünden an erster Stelle und digitale Innovationen dürften die Vertrauensbeziehung zwischen Arzt und Patienten nicht stören.

LZKH-Präsident Dr. Michael Frank leitete dann zur Keynote von Prof. Wahlster über und konstatierte: „Die KI ist da, wir müssen uns mit ihr auseinandersetzen! Wo kann man sie sinnvoll nutzen und einsetzen? Computer ersetzen menschliche Intelligenz immer weiter, die KI wird nicht aufzuhalten sein. Was kommt da auf uns zu? Werde ich bald von einer Maschine statt vom Arzt behandelt?“ Diese Frage verneinte der Keynote-Speaker übrigens wenig später explizit.

Wie in den Vorjahren war der Kongress geprägt durch ein ambitioniertes Hauptprogramm, um das sich ein von den Fachgesellschaften und Arbeitskreisen oder -gemeinschaften gestaltetes Parallelprogramm rankte. Hinzu kamen Impulsvorträge, der Studententag, der Zukunftskongress Beruf und Familie sowie Workshops für das Praxisteam. Die Industrieausstellung infotage dental rundete das Kongress-Angebot ab.

Zum Ende des Kongresses dankte DGZMK-Präsident Prof. Walter den Besuchern und verabschiedete sich mit dem Hinweis auf seinen Nachfolger, Prof. Dr. Roland Frankenberger (Uni Marburg), der bereits den Blick voraus auf das kommende Jahr richtete. Dann soll es um Herausforderungen gehen. Im Mittelpunkt stehen werden u.a. der ältere Patient, komplexe Fälle, Bioengineering und Robotic in Health Care. Frankenberger: „Heuer war schon gut und nächstes Jahr geben wir richtig Gas!“