Leitlinienerstellung
Leitlinien werden in einem systematischen Prozess erstellt, der Fachleute, Vertreter verschiedener Fachbereiche und Arbeitsgruppen sowie Patientenvertreter und potentielle Anwender mit einbezieht. Inhaltlich folgen sie dabei den Empfehlungen des Deutschen Instruments zur methodischen Leitlinien-Bewertung (DELBI). Um Autoren von Leitlinienprojekten bei ihrer Arbeit zu unterstützen, stellt die DGZMK für jede Stufe der Leitlinienentwicklung ein Ablaufschema zur Verfügung, das mit Unterstützung der Arbeitsgemeinschaft der wissenschaftlichen Fachgesellschaften (AWMF) und der Zahnärztliche Zentralstelle Qualitätssicherung (ZZQ) entwickelt wurde. Während S1-Empfehlungen auf einer repräsentativ zusammengestellten Expertengruppe beruhen, stützen sich die S2-Leitlinien entweder auf eine formale Konsensusfindung (S2k-LL) oder auf eine systematische Evidenzrecherche (S2e-LL). Innerhalb einer S3-LL werden alle Elemente der systematischen Entwicklung vereint.
Die Ablaufschemen haben den Charakter von Checklisten und bieten den Autoren die Möglichkeit, sich einen Überblick über die Anforderungen und die zeitliche Abfolge bei der Leitlinien-Formulierung zu verschaffen, um diese dann schrittweise zu erstellen. Bitte beachten Sie, dass die vom Vorstand der DGZMK genehmigten Leitlinienvorhaben zu Beginn bei der AWMF gemeldet werden müssen, um Doppelungen und Überschneidungen zu vermeiden. Das ausgefüllte Formular wird von der DGZMK an die AWMF weitergeleitet.
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