Der Deutsche Zahnärztetag in Erfurt 2006 führt zurück an die Wurzeln
Motto: "Standespolitik - Praxis - Wissenschaft" / Kongress vom 23. bis 25. November 2006 im Herzen Deutschlands
Düsseldorf/Erfurt. Moderne ZahnMedizin in einer reizvollen mittelalterlichen Kulisse bietet der "Deutsche Zahnärztetag" vom 23. bis 25. November 2006 in Erfurt. Unter dem anspruchsvollen Motto "Standespolitik - Praxis - Wissenschaft" wird der von DGZMK, Bundeszahnärztekammer (BZÄK) mit der Landeszahnärztekammer Thüringen (LZKTh) und der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie (DGP) gemeinsam veranstaltete "Deutsche Zahnärztetag" (DZT) einen neuen, an seinem Ursprung orientierten Ansatz liefern: "In Erfurt, mitten im Herzen Deutschlands, wird erstmals wieder das klassische Konzept des DZT verwirklicht. Standespolitik, Praxis und Wissenschaft kommen unter einem Dach zusammen und können vom kollegialen und fachlichen Meinungsaustausch untereinander profitieren", erläutert Prof. Dr. Thomas Hoffmann (TU Dresden), der als Tagungspräsident, DGP-Präsident und Präsident elect der DGZMK in Dreifachfunktion gefordert sein wird.
"Unser Anliegen ist es, im Hauptprogramm wissenschaftlich untermauerte Praxiskonzepte zu den einzelnen Themen zu vermitteln", beschreibt Hoffmann den besonderen Nutzen für zahnärztliche Praxisbetreiber/innen. Unter der Thematik "Entscheidungsfindung in der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde" liegen die Schwerpunkte des wissenschaftlichen Hauptprogramms in den Bereichen Parodontologie aktuell, Basisdiagnostik und Risikoerkennung sowie Therapieziele und Therapiestrategie. Prof. Hoffmann: "Dabei ist jeweils die Synopsis aus gesicherten Daten und deren Umsetzbarkeit in der täglichen Praxis von besonderem Interesse."
Eine echte Programm-Innovation dürfte die interaktive Gestaltungsmöglichkeit sein, die den Thüringer Teilnehmern offen steht. Sie können vorab aus den im Programm vorgeschlagenen Themen jene drei auswählen, die ihnen am interessantesten erscheinen. Diese können dann am Freitagmorgen, 24. November, mit Beginn des Hauptprogramms per "Video on demand" aufgerufen werden. Das Programm findet sich bereits unter der Internet-Adresse www.deutscherzahnaerztetag2006.de und kann gedruckt ab Mitte April bei der DGP-Service-GmbH angefordert werden.
In Erfurt, wo auch deutsche Geistesgrößen wie Martin Luther, Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Schiller, Wilhelm Humboldt oder Johann Sebastian Bach gern verweilten, kehrt der "Deutsche Zahnärztetag" an seine historischen Wurzeln zurück. Die reichen in die 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts, als München 1924 den ersten DZT erlebte, der seinen Namen allerdings erst im Nachhinein erhielt. "Das war gleichzeitig die Geburtsstunde der Arbeitsgemeinschaft für Parodontosen-Forschung (ARPA), die 2004 unter ihrem aktuellen Namen DGP ihren achtzigsten Geburtstag feierte. Diese besondere Verbindung macht mich stolz, bei der Wiedergeburt des DZT in seiner ursprünglichen Intention mitwirken zu können", so Prof. Hoffmann. "Darüber hinaus freue ich mich, dass dieses Ereignis in Erfurt stattfindet, der Stadt, mit der mich zwanzig kreative Berufsjahre verbinden."
Am ersten Veranstaltungstag, Donnerstag, 23. November 2006, bestimmen Workshops von Industrie und der Akademie Praxis und Wissenschaft (APW) das Programm, sie werden vom dritten Studententag im Rahmen des DZT flankiert. Das wissenschaftliche Hauptprogramm startet am Freitagmorgen, 24. November, mit "Video on Demand" (s.o.). In diesem Block I steht die Entscheidungsfindung in der Diagnostik aus den verschiedenen Blickwinkeln von den medizinischen Befunden über psychologische Gutachten bis hin zur Basisdiagnostik als Praxiskonzept im Vordergrund.
Interaktive Mitarbeit ist auch am dritten Veranstaltungstag, Samstag, 25. November, gefragt: Mittels TED-System können die Teilnehmer ihre differenzialtherapeutische Entscheidung dokumentieren und anhand der vier vorgestellten Therapiealternativen mit den Referenten diskutieren. Auf Entscheidungsfindungen zielen am Nachmittag auch die Blöcke II und III in der Endodontie und in der Alterzahnheilkunde. Darüber hinaus werden Kurzvorträge und Praktikerforen das wissenschaftliche Programm an beiden Tagen komplettieren.
Attraktiv soll auch der DZT 2006 für die Assistenzberufe werden. Am Freitagnachmittag bietet das Programm Seminare, die sich thematisch von der Assistenz bei chirurgischen und endodontischen Maßnahmen über orale Fotografie bis hin zum Management der Festkostenzuschüsse bewegen. Am Samstag komplettieren u.a. Vorträge zum Biofilmmanagement, zur Infektionsdiagnostik und -verhütung, über den alternden Menschen und eine gesunde Ernährung dieses Angebot.
Abgerundet wird der Deutsche Zahnärztetag vom 23. bis 25. November 2006 in Erfurt durch eine große Industrieausstellung. Prof. Hoffmann: "Eine solche Veranstaltung läßt sich nur dank der engen Kooperation mit unseren Partnern von der Industrie verwirklichen. Die Erfurter Dentalschau bietet sich beim Zusammenführen von Praxis, Wissenschaft und Standespolitik als ideales Forum an. Mein besonderer Dank gilt der LZK Thüringen für die konstruktive und unbürokratische Zusammenarbeit." Die Veranstalter freuen sich, möglichst viele Besucher aus dem gesamten Bundesgebiet im Herzen Deutschlands begrüßen zu dürfen.
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