Breitere Mitwirkung der Fachgesellschaften und Arbeitskreise im AK Ethik wäre wünschenswert

19.04.2017

Frühjahrstagung in Frankfurt beschäftigte sich mit verschiedenen Fragestellungen aus dem Behandlungsalltag / Vorstand bei Wahlen bestätigt

Frankfurt. Auf seiner Frühjahrstagung in Frankfurt (auf Einladung der Landeszahnärztekammer Hessen) beschäftigte sich der AK Ethik in der DGZMK am 31. März / 1. April mit unterschiedlichen Themenbereichen aus dem Behandlungsalltag. Außerdem standen Vorstandswahlen an. "Es wäre schön, wenn auch andere Fachgesellschaften und Arbeitskreise Vertreter/innen in diesen AK entsenden. Nur so können die hier diskutierten ethischen Fragestellungen die nötige Breitenwirkung entwickeln", regte am Rande der Tagung die wiedergewählte 2. Vorsitzende des AK und Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Alterszahnheilkunde (DGAZ), Prof. Dr. Ina Nitschke, an. Ebenfalls in ihren Ämtern bestätigt wurden auf der Mitgliederversammlung der Vorsitzende, Prof. Dr. mult. Dominik Groß, sowie der 3. Vorsitzende, Dr. Dirk Leisenberg. Neuer Schriftführer ist Dr. Hans-Jürgen Gahlen.

                            
                             Abb.: Der Vorstand des AK Ethik in der DGZMK (v.l.):
                             Dr. Hans-Jürgen Gahlen, Prof. Dr. mult. Dominik Groß,
                             Prof. Dr. Ina Nitschke, Dr. Dirk Leisenberg
                             Foto: Dr. Dirk Leisenberg

Es mag u.a. der latent dräuende Dissens zwischen der Ethik und der "Monetik" in der Zahnmedizin gewesen sein, der den viel zu früh verstorbenen Dr. Wolfgang Bengel als Vizepräsidenten der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) 2010 dazu antrieb, die Gründung des Arbeitskreises Ethik in der Zahnmedizin der DGZMK zu initiieren. Aber auch über diese Dialektik hinaus spielt Ethik in der Zahnmedizin eine wichtige Rolle. So wurde während der Tagung am Beispiel eines Diastemas etwa die wunscherfüllende Zahnmedizin näher unter die Lupe genommen. Auch das ethisch wie politisch wichtige Thema der Über- und Unterversorgung in der Zahnmedizin wurde auf Basis eines Vortrags des Vorsitzenden, Prof. Groß, diskutiert.

Mitglieder des AK haben Beiträge für ein zahnmedizinisches Themenheft der Zeitschrift "Ethik in der Medizin" verfasst. Diese Artikel wurden auf der Tagung vorgestellt und diskutiert. Die Bandbreite umfasste etwa die Altersbestimmung von jungen Flüchtlingen, das Für und Wider der Visualisierung zahnärztlicher Behandlungsmethoden sowie Behandlungsentscheidungen bei Menschen mit Demenz. "Diese Frage stellt angesichts wachsender Patientenzahlen neue Anforderungen an die Zahnmedizin und hierbei spielt die Ethik eine ganz entscheidende Rolle", stellte Prof. Nitschke auch für die DGAZ heraus.

Der AK Ethik in der DGZMK steht jedem Zahnmediziner und jeder Zahnmedizinerin offen. Aufgabe des Arbeitskreises ist u.a. im Mitgliederkreis schwierige Entscheidungssituationen aus der täglichen zahnärztlichen Praxis gemeinsam zu beleuchten, ethische Dilemmata herauszuarbeiten und dann mögliche Lösungswege gemeinsam aufzuzeigen. "Schon deshalb ist das Mitwirken möglichst vieler Fachgesellschaften in dieser Runde sehr wünschenswert", so Prof. Nitschke. Der Arbeitskreis tagt das nächste Mal am Rande des Deutschen Zahnärztetages im November 2017 in Frankfurt und würde sich über eine rege Teilnahme von Seiten der niedergelassenen Kollegen, der Fachgesellschaften sowie der Arbeitskreise freuen.

Kontakt zum DGZMK-Arbeitskreis Ethik in der Zahnmedizin:
http://www.ak-ethik.de/index.htm

Schriftführer: Dr. Hans-Jürgen Gahlen
E-Mail: hans-j.gahlen(at)alice.de

Pressekontakt:

DGZMK
Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde e.V.

Markus Brakel
- Pressesprecher -
Liesegangstr. 17a
40211 Düsseldorf
Tel.: 02104 50567-13
E-Mail: ma.brakel(at)gmail.com